
Liebe Interessentinnen und Interessenten, liebe Homepagebesucherinnen und Besucher.
Die Rettungshundeschule Schweiz (nachstehend "RHS" genannt) möchte euch in kurzer Form den Katastrophenhund (nachstehend "k-Hund" genannt) und unsere Ausbildung etwas näher bringen. 

In Staub und Hitze klettert der K-Hund über Schutt und Scherben in den zerstörten Gebäuden. Der Katastrophenhundeführer horcht auf eine Anzeige seines Hundes (bel- len oder scharren), der eine Person gefunden hat, welche unglücklich unter den Trümmern liegt.



Der angehende K-Hund muss sich auf unterschiedlichen Untergründen sowie in verschiedenen Situationen ruhig, spontan und sicher bewegen. Unter anderem sind das: 

- rauchende Trümmerhaufen
- enge, dunkle Nischen
- schwindelnde Höhen
- Tiefe
- feuchte Kellerlöcher 


Dazu gehört auch das Klettern über eine Leiter oder das Begehen von schwankendem, unbequemem Untergrund. Solch verschiedene Situationen sollte der angehende K-Hund ruhig und selbstsicher be- wältigen können, um Verletzungen zu vermeiden.




Durch starke Erschütterungen von Baumaschinen, ohrenbetäubenden Lärm, Gerüchen wie z.B. von Lebensmitteln, Exkrementen, Aas, Tieren, Kleidung, Gegenständen, Staub und Dreck darf sich der angehende K-Hund nicht von der Arbeit ablenken lassen. Nicht vergessen darf man klimatische Verhältnisse wie etwa feuchtheisse, tropische Witterung oder Kälte und Schneestürme.



Bei keiner Ausbildung sind die Anforderungen an die Veranlagungen des Hundes so hoch wie beim K-Hund. Der angehende K-Hund muss folgende Eigenschaften besitzen:
- robustes Nervenkostüm
- arbeitsfreudig
- suchfreudig
- mutig
- selbständig und doch führig sein
In keiner anderen Sparte werden aber kleine Wesensschwächen so schonungslos aufgedeckt, wie in der Katastrophenhundeausbildung.
Bis ein Hundeführer mit seinem Hund für den Einsatz bereit ist, braucht es regelmässiges, intensives, ausdauerndes Training – kein Heldentum.
Wichtig ist es für den angehenden Katastrophenhundeführer, mobil und flexibel zu sein und dass sein/e Partner/in oder die ganze Familie 100% dahinterstehen.
Die Vorstellung mancher Personen, dass ein Rettungshund Misserfolgen oder Erfolgen mit Gefühlen begegnet, ist unsinnig. Es ist auch falsch, zu glauben, dass der K-Hund ein “Wunderhund“ à la Kommisar Rex, Boomer oder Idefix ist, mit menschlicher Intelligenz. Ebenso ist es falsch zu glauben, dass spezielle Hunde dafür gezüchtet werden. Genauso falsch wäre es, einen Katastrophenhundeführer mit seinem Hund als “Helden“ zu bezeichnen.
Nur Ausbildner, Fachpersonen die schon Hunde abgeführt und Hundeführer ausgebildet haben, wissen, was die Ausbildung zum angehenden K-Hund bedeutet.
Vom Hundeführer werden grosses Einfühlvermögen in den Hund, taktische Kenntnisse sowie eine gehörige Portion Idealismus verlangt.
Es ist wichtig, die Arbeitsfreude für die Suche des Hundes nach menschlicher Witterung in den Trümmern zu gewinnen. Gelingt dies dem angehenden Katastrophenhundeführer, und hat der Hund wirklich die genannten Voraussetzungen, ist schon viel gewonnen. Dazu ist aber zeitraubendes, aufwändiges Training nötig und an sich selbst zu arbeiten ist ein Muss und selbstverständlich. Dies, und keine angedichteten, übermenschlichen - beziehungsweise überhündischen - Fähigkeiten führen zum Erfolg.

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